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Bei WordPress handelt es sich um ein CMS, also um ein Content-Management-System, mit dem alle Bestandteile und Inhalte auf einer Webseite verwaltet, organisiert und archiviert werden können. Ursprünglich wurde WordPress im Jahr 2003 von Matthew Mullenweg als Blogger-Software programmiert. Heute werden weltweit mehr als 32 % aller Webseiten mit WordPress betrieben. Und da das CMS immer wieder weiterentwickelt wird, gibt es auch regelmäßig neue Themes, Plugins und Templates. Was das ist, wofür sowas benötigt wird und was damit alles so angestellt werden kann, soll hier heute einmal näher durchleuchtet werden.

Template oder Theme – Vorlagen und Muster für Webseiten

Templates können als eine Art Musterseite betrachtet werden. Das Template ist der Rahmen, der das Design der Webseite vorgibt. Es erhält also Vorgaben für die Gestaltung und Anordnung von Texten, Überschriften, Bildern und anderer Elemente. WordPress hält sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Templates bereit. Reine Layout- oder Design-Entwürfe können als Grafikdatei erworben werden. Gleiches gilt für komplett programmierte HTML-Seiten, die dann im CMS integriert werden können. Es ist jedoch auch möglich, Templates nach individuellen Wünschen zu erstellen und an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Der Aufwand hierfür richtet sich nach der Anzahl der benötigten Templates sowie dem Umfang der Individualisierungswünsche und der Corporate Design Anpassung.

Verwechselt werden Templates gerne mit Themes. Während jedoch Templates Vorlagen für einzelne Webseiten darstellen, ist ein Theme eher als komplette Musterseite inklusive aller Unterseiten zu betrachten. Ein Theme vereint also CMS und mehrere Templates unter einem Dach. Und wer eine One-Page-Seite betreiben möchte, benötigt mit WordPress dafür nur ein Template.

Nicht vergessen: Responsive Design!

Die Auswahl eines Templates oder Themes hängt natürlich in erster Linie davon ab, welchen Zweck die Webseite verfolgt. Es muss heute jedoch auch darauf geachtet werden, dass auf responsive Designs zurückgegriffen wird. Dies bedeutet lediglich, dass sich die gewählten Elemente dynamisch anpassen. So wird sichergestellt, dass eine automatische Anpassung an verschiedene Bildschirm- und Displaygrößen erfolgt. Schließlich wird eine Webseite nicht nur vom Computer aus besucht, sondern auch per Smartphone oder Tablet.

Ohne responsive Design leidet die Benutzerfreundlichkeit. Aber nicht nur Nutzer zeigen sich verärgert, wenn eine Webseite nicht vernünftig auf dem jeweiligen Gerät dargestellt wird, sondern auch Google. Webseiten, die nicht responsive errichtet worden sind, werden sogar abgestraft und verlieren ihren Rang im Ranking.

Templates und Themes 2020

Es gibt immer wieder Templates und Themes, die es in die Top-Listen des Jahres schaffen. Aber auch ein Blick auf brandneue Errungenschaften, die wahrscheinlich erst nach Jahreswechsel die virtuelle Welt erobern werden, kann sich lohnen. Zwischen Evergreens und News stechen insbesondere folgende Templates und Themes heraus:

Passend zum Jahreswechsel – Theme Twenty Twenty

Mit einem der letzten Updates auf WordPress 5.3 wurde mit Twenty Twenty ein neues Standard-Theme herausgebracht. Das Design von Twenty Twenty kann als klar und geradlinig bezeichnet werden. Eine Sidebar, also seitliche Benutzeroberfläche, sucht man bei dem Theme vergebens. Dafür gibt es aber zwei Footer, wie die Bedienflächen am unteren Ende von Webseiten auch genannt werden, und viel Platz für Widgets sowie fünf verschiedene Positionen für das Menü. Widgets sind übrigens kleine Tools oder Inhaltsblöcke wie Suchformulare, Kalender oder Archive, die auf der Seite integriert werden können.

Wird beim Twenty Twenty Theme für Unterseiten das Cover-Template ausgewählt, kann das Beitragsbild großflächig im Header angezeigt und das Overlay festgelegt werden. Einfügen lassen sich bei diesem Theme auch Hintergrundbilder, sodass trotz abgespecktem Design mit großen Bildern gearbeitet werden kann.

Immer wieder Theme Divi

Divi soll das beliebteste Theme der Welt sein, das schon mehr als 600.000 Menschen überzeugt hat. Hinter Divi steckt das Team von Elegant Themes, das dem Theme einen großen Haufen visueller Attraktivität mit auf den Weg gegeben hat. Divi sieht in seiner Darstellung nicht nur richtig gut aus, sondern bietet auch eine ellenlange Liste mit Features. Die Auswahl an Layouts und Features macht Divi zu einem Premium-Theme.

Erwerber des Divi Themes erhalten zusätzlich den Divi-Builder als Front-End-Tool gratis dazu. Dieser Seiten-Builder ermöglicht unkomplizierte Layout- und Content-Anpassungen sowie viele weitere Einstellungen. Die Arbeit im sogenannten Front End hat den Vorteil, dass unmittelbare Änderungen auf der jeweiligen Seite oder im Beitrag möglich sind, ohne ständig speichern zu müssen. Bei der Arbeit im Back End muss nach jeder kleinen Veränderung gespeichert werden, um in die Vorschau zu wechseln.

Divi ist ein Multi-Purpose-Theme mit mehr als hundert Layouts und etlichen Sonderfunktionen, das für alle möglichen Webseiten eingesetzt werden kann. Divi eignet sich für Shops, Blogs, Event- oder Sales-Seiten und dank integriertem Extra-Theme auch für Magazine.

Bestseller up to date – Avada

Ganz weit vorne bei Themeforest, dem gängigen Marktplatz für WordPress Themes, ist noch immer Avada von Theme Fusion. Verkauft wurde dieses Theme bereits mehr als 500.000 Mal, sodass es immer wieder weiterentwickelt wird. Das brandneue Avada in der Version 6 ist im Front-End noch schneller, moderner und attraktiver, während das Back-End ein intuitives Feintuning erhalten hat.

Für einen schnellen Start hält Avada etwa 50 fertige Demo-Seiten bereit. Designs werden einfach importiert und können mit Texten und Bildern versehen werden. Integriert ist bei diesem Theme ein Fusion Builder, der bei der Bearbeitung von Layouts und Demos hilfreich sein kann. Mit dem Builder lassen sich Preistabellen, Schaltflächen, Erfahrungsberichte, Schieberegler oder Produkte aus dem Shop den jeweiligen Layouts hinzufügen.

Avada ermöglicht viele kreative Lösungen und Webseiten. Das Theme empfiehlt sich für Unternehmen, Blogs, Stores, Hotels, Shops und viele andere Bereiche oder Gewerbe. Die große Auswahl hochwertiger Demos in Kombination mit den Möglichkeiten, die Webseite zu individualisieren, sorgt für die große Beliebtheit von Avada.

Tuning für Webseiten – Plugins

Plugins sind Programm- oder Softwareerweiterungen, die zusätzliche Funktionen in ein bestehendes System integrieren. Bei WordPress Webseiten werden Plugins als erweiternde Module genutzt. Mehr als 15.000 Plugins stehen für WordPress kostenlos oder kostenpflichtig zur Verfügung.

Zu den Klassikern gehören Plugins für die Suchmaschinenoptimierung, für Bildergalerien oder Slider, für Kontaktformulare, zum Einbau von Social-Media-Buttons oder auch für die Gestaltung einer WordPress-Seite als Onlineshop. Die Gründe für die Installation eines Plugins sind also sehr vielfältig. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es auch bei den Plugins Top-Listen und Neuigkeiten gibt, von denen auch hier berichtet werden soll.

Plugins für die Pagespeed Optimierung

Die Ladezeiten einer Webseite sind ausschlaggebend dafür, ob der Nutzer sie überhaupt besucht und dann auch darauf verweilt. Lädt die Seite nur langsam, klickt der Durchschnittsnutzer in der Regel recht flott zur nächsten Seite weiter. Damit das nicht geschieht, lassen sich mit Plugins wie WP Rocket oder W3 Total Cache die Ladezeiten verkürzen. Beide Plugins helfen bei der Dateioptimierung, Komprimierung und Optimierung der Ladezeiten von Video- und Bildmaterial.

Seiten mit vielen Bildern profitieren auch vom Plugin Optimole, das alle hochgeladenen Bilder automatisch vor dem Hintergrund der Leistungssteigerung optimiert. Das Plugin ändert die Dateiformate, verringert die Dateigröße und optimiert sogar Bildmaterial, das von anderen Plugins hochgeladen wurde. Durch einen überprüfenden Scan kann Optimole gewährleisten, dass die hochgeladenen Bilddateien einsatzbereit sind.

Plugins für mehr Sicherheit

Mit Plugins wie Wordfence oder Shield Security for WordPress kann eine Firewall errichtet werden, die verschiedenen Angriffen standhält. Dies gilt insbesondere für DDOS-Attacken, bei denen innerhalb kürzester Zeit besonders viele Zugriffe verursacht werden, um den Server lahmzulegen. Beide Plugins schützen auch vor manuellem oder automatischem Erraten diverser Passwörter und scannen das Dateisystem nach potenziellen Änderungen ab. Je nach Variante ist bei den Plugins auch ein Spam-Schutz gegen unerwünschte Kommentare inklusive.

Plugins für die Suchmaschinenoptimierung

Warum SEO, also die Suchmaschinenoptimierung, für den Erfolg einer Webseite so wichtig ist, haben wir in einem unserer SEO-Blogeinträge erklärt. Vereinfacht geht es darum, durch gezielte Maßnahmen das Ranking der Webseite bei den Google-Suchergebnissen zu beeinflussen.

Diese Arbeit kann durch Plugins wie Yoast SEO erleichtert werden. Yoast SEO gehört mit mehr als 5 Millionen Installationen zu den beliebtesten WordPress-Plugins überhaupt. Zu den SEO-relevanten Funktionen gehören Modifizierungen von URLs, Title-Tags und Meta-Tags. Mit dem Plugin lassen sich Meta-Tags der Startseite zuordnen, SEO-Titel hinzufügen, SEO-Analysen durchführen und Sitemap-Dateien erstellen.

Einen besonderen Einfluss auf das Suchverhalten von Nutzern haben auch die Snippets, also die angezeigten Auszüge von Webseiten in den Suchergebnissen. Mit Plugins wie Schema Rich Snippets lässt sich die Klickrate bei Google positiv beeinflussen. Das Plugin hilft dabei, Snippets informativ und attraktiv zu gestalten.

Was sich jedoch negativ auf das Suchmaschinenranking und die Nutzererfahrung auswirken kann sind defekte Links. Mit Plugins wie Broken Link Checker lassen sich fehlerhafte Verlinkungen aufspüren und beseitigen. Dies ist insbesondere bei umfangreichen Seiten mit viel Inhalt von Vorteil, da dann auch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Verlinkungen nicht mehr funktionieren. Als Plugin überprüft Broken Link Checker in regelmäßigen Intervallen alle integrierten Links und schlägt Alarm, wenn defekte Verlinkungen gefunden wurden.

Brandaktuell: Site Kit für Google-Statistiken

Das Plugin Site Kit stammt von Google und ermöglicht WordPress-Seitenbetreibern, wichtige Google-Statistiken aus Analytics und anderen Diensten in die Seite zu integrieren.

Site Kit ist eine kostenlose Erweiterung zur Einbindung von Besucherstatistiken und anderen von Google Analytics, Search Console, AdSense oder PageSpeed Insights erstellten Daten. Durch das Plugin werden alle Dienste übersichtlich gegliedert in das WordPress-Dashboard integriert. Durch die Verknüpfung der Google Analyse-Tools mit der WordPress-Arbeitsumgebung können die Echtzeitdaten für einzelne Beiträge oder die gesamte Seite abgefragt und kontrolliert werden.

Das Plugin zeigt die jeweiligen Statistiken und Daten an, um bei der Optimierung der Online-Präsenz zu helfen. So wird beispielsweise verdeutlicht, welcher Blogeintrag besonders erfolgreich war und welcher eben nicht. Dadurch können die nicht so gut laufenden Beiträge im Nachhinein noch einmal ausgebessert werden. Nicht zuletzt lässt sich mit Site Kit auf den Google Tag-Manager zugreifen, zum schnell und unkompliziert Tags im Quelltext einzubinden. Mit diesen Code-Elementen lässt sich der Traffic auf einer Webseite messen und so das Verhalten der Nutzer auswerten.

Auch wenn Site Kit erst seit Anfang November verfügbar ist, hat es schon einige Testphasen hinter sich, bei denen Fehler und Bugs bereits ausgemerzt werden konnten. Angekündigt wurde aber schon jetzt, dass die Site Kit Funktionen und Features kontinuierlich erweitert werden sollen, sodass es auch hier spannend bleibt.

WordPress 2019 und Prognose für 2020

Ganz frisch am Start ist WordPress 5.3 mit dem Beinamen Kirk. Das mehr als 650 Mitarbeiter umfassende Entwicklungsteam von Automattic erinnert damit an den 1977 viel zu früh verstorbenen Jazzmusiker Rahsaan Roland Kirk und musste bis zum offiziellen Release knapp 660 Fehler ausbügeln.

Verbessert wurde insbesondere der noch recht neue Gutenberg Editor, der mit der 5.0 Version als Block-Editor eingeführt worden ist. Der Editor wurde jetzt um mehr als 150 Features erweitert, um die Benutzerfreundlichkeit zu steigern. Nicht optimierte Bilder können zum Beispiel ab sofort auch vom Smartphone aus hochgeladen werden und WordPress selbst übernimmt eine erste Anpassung des Materials. Auch das Hochladen von großen Dateien stellt die Nutzer jetzt nicht mehr vor Probleme. Reißt ein Upload ab, unterstützt das CMS jetzt endlich auch eine Wiederaufnahme ohne Neustart. Auch Fotos lassen sich erst jetzt durch die neue WordPress Version automatisch drehen.

Der neue Standard-Editor Gutenberg hat nicht nur für viel Unruhe gesorgt, sondern auch noch mehr Wünsche nach Erweiterungen laut werden lassen. Es kann also davon ausgegangen werden, dass sich die Entwicklungsabteilung weiterhin mit dem Editor beschäftigen wird. Matt Mullenweg, der Mitbegründer von WordPress, hat auf der State of the Word bekanntgegeben, dass weitere und neue Widget-, Menü- und Content-Bereiche in Gutenberg verankert werden sollen. Darüber hinaus will WordPress ein weiteres Augenmerk auf Workflows, Mehrbenutzerbearbeitung und Zusammenarbeit legen, bevor das Entwicklerteam sich dann auf die Unterstützung mehrsprachiger Webseiten fokussieren wird.

WordPress ist und bleibt also ein ganz wichtiger Bestandteil der virtuellen Welt. Richtig umgesetzt bietet das CMS ungeahnte Möglichkeiten, die bei Webart Freiburg nicht nur individuell und kreativ, sondern auch mit großem Erfolg und Blick in die Zukunft umgesetzt werden.

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